Kartenzustand richtig einschätzen
Der Zustand bestimmt maßgeblich den Preis einer Sammelkarte. Bei Handelsplattformen hat sich eine siebenstufige Skala etabliert, die auch Cardmarket verwendet:
| Stufe | Bedeutung | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| MT – Mint | Makellos | Keine sichtbaren Mängel, auch nicht unter Licht |
| NM – Near Mint | Fast makellos | Höchstens winzige Spuren, z. B. minimaler Kantenabrieb |
| EX – Excellent | Sehr gut | Leichte Gebrauchsspuren an Ecken/Kanten |
| GD – Good | Gut | Deutliche Spuren, aber keine Knicke |
| LP – Light Played | Leicht bespielt | Sichtbarer Abrieb, leichte Kratzer |
| PL – Played | Bespielt | Starke Abnutzung, evtl. kleine Knicke |
| PO – Poor | Schlecht | Stark beschädigt, Knicke, Risse, Flecken |
So prüfst du eine Karte
- Ecken: Sind sie spitz oder abgerundet/weiß?
- Kanten: Weißer Abrieb ist besonders auf dunklen Rückseiten sichtbar.
- Oberfläche: Kratzer, Druckstellen, Dellen – Karte unter schräg einfallendem Licht kippen.
- Zentrierung: Gleichmäßige Ränder, vor allem für Grading relevant.
- Knicke/Wasserschäden: Meist eine drastische Abstufung.
Tipps für Verkäufer
Fotografiere Vorder- und Rückseite bei gutem Licht, nenne Mängel offen und stufe im Zweifel eine Stufe schlechter ein. Das vermeidet Reklamationen und Rücksendungen.
Verwalte Zustand und Preis deiner Karten in der Sammlungsverwaltung; den Gewinn nach Gebühren zeigt der Verkaufsrechner.
Die Beschreibungen sind allgemeine Orientierung; maßgeblich sind die Regeln der jeweiligen Plattform oder des Grading-Dienstes.
Häufige Fragen
Welche Zustandsstufen gibt es bei Sammelkarten?
Auf Handelsplattformen üblich sind MT (Mint), NM (Near Mint), EX (Excellent), GD (Good), LP (Light Played), PL (Played) und PO (Poor).
Worauf achte ich beim Einstufen einer Karte?
Auf Ecken, Kanten, die Oberfläche (unter schräg einfallendem Licht), die Zentrierung und Knicke. Im Zweifel stufst du eine Stufe schlechter ein.